Abies nordmanniana (Nordmanntanne)

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana), teilweise auch als Nordmannstanne bezeichnet, ist ein Nadelbaum, der in Kleinasien und dem Westkaukasus seine Heimat hat. Mitte des 19. Jahrhunderts fand der Baum auch in Europa seine Verbreitung, wobei er heute in Plantagen als Weihnachtsbaum gezogen wird (Marktanteil 2005: über 60%).

Der Wuchs der bis zu 60 Meter hohen Tanne ist kegelförmig. Der Stamm kann im Verlauf der rund 500 jährigen Lebensdauer einen Durchmesser von 1,5 Meter erreichen. Die rund 1 Zentimeter großen männlichen Blüten schimmern rot-gelb bis rot-braun im unteren Teil der Krone. Die weiblichen Blüten erscheinen als eine Art Bündel mit schuppiger Oberfläche. Sie sind zunächst grün, verfärben dann rötlich. Die Zapfen werden bei einem Durchmesser von 5 Zentimetern bis zu 20 Zentimeter lang.

Die Nordmanntanne bevorzugt schwere, wasserhaltige Böden, auch mit Lehm- oder Tonanteilen. Die mittlere Jahresniederschlag sollte über 500 Millimeter liegen und sich gleichmäßig verteilen.

Die Nordmanntanne wurde 1836 von dem finnischen Botaniker Alexander von Nordmann entdeckt.

Die Pflanzung erfolgte wahrscheinlich zwischen 1911 und 1915. Sie steht heute an der Sichtachse rechts unterhalb des ehemaligen Bothkamper Pavillons.

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