Mespilus germanica, die germanische Mispel ist ein Kernobstgewächs der Rosengewächse. Die ursprünglich aus Vorderasien stammende Pflanze wird seit rund 3.000 Jahren kultiviert. Um rund 200 v. Chr. wurden Mispeln zu einer wichtigen Obstsorte im Römischen Reich. Das von den Römern nach Deutschland gebrachte Wildobst fand sich später vor allem in Klostergärten und verwilderte vor allem in Süd- und Mitteldeutschland. Neben der Mespilus germanica existiert als zweite Art nur noch die Eriobotrya japonica, die japanische Mispel.
Der Wuchs der 3 bis 6 Meter hohen germanischen Mispel ist ausladend als robuster Baum oder Strauch. Die Kulturform verfügt im Gegensatz zur Wildform nur über wenige oder keine Dornen. Die 5 bis 6 Zentimeter große, weiße Blüte hat einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimeter. Der Staubbeutel der selbstbestäubenden Pflanze ist rosafarben.
Ab dem fünften Jahr beginnt die Mispel ihre rötlich-braune Frucht erstmalig zu tragen. Die süss-saure, 4 bis 6 Zentimeter durchmessende Frucht wird in der Regel nach dem ersten Frost geerntet.
Die Mispel bevorzugt durchlässige, lehm- und kalkhaltige, feuchte Böden. Sonnige oder halbschattige Standorte, die vor allem Windgeschützt sein sollten, sind für eine Pflanzung geeignet. Die winterfeste Pflanze übersteht auch lange, trockene Hitzeperioden.
Die Pflanzung im Arboretum erfolgte im Mai 2006. Die Pflanze wurde gestiftet vom CDU-Ortsverband der Gemeinde Lehmkuhlen annlässlich der 100-Jahr-Feier am 19. Mai 2006.
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