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Fuchsbandwurm breitet sich aus

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) fordert die Umsetzung der seit 2005 für Tiere bestehenden Meldepflicht für Fuchsbandwurmerkrankungen (Echinokokkose). Die Krankheit ist für den Menschen ohne Behandlung tödlich.

FuchsDer DJV geht davon aus, dass sich die Parasitendichte in Südwestdeutschland seit 1990 verzehntfacht habe. Die Verbreitung des Fuchsbandwurms bei Füchsen schwankt jedoch zwischen 5 und 70% stark, wobei in Deutschland vor allem Bayern, Baden-Württemberg und Teile von Nordrhein-Westfalen betroffen sind.

Da bis zum Ausbruch der Krankheit 15 Jahre vergehen können, ist die Überwachung der Verbreitung des Parasiten wichtig. Der DJV selbst hat signalisiert, dass sich die Jägerschaft aktiv in die Überwachung von Füchsen und Marderhunden einbringen wird.

Auch wenn bisher ein Zusammenhang zwischen der Verbreitung des Fuchsbandwurms bei Tieren und Erkrankungen bei Menschen nicht gesichert nachgewiesen werden kann, raten die Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Institutes den Risikogruppen (Land- und Forstwirte, Gärtner, Jäger und Besitzer freilaufender Hunde) zu einem sorgsamen Verhalten. Nach Arbeiten im Freien sollten die Hände grundsätzlich gewaschen werden, Hunde und Katzen sollten regelmäßig einer Wurmkur unterzogen werden und Obst und Gemüse ist grundsätzlich vor dem Verzehr zu waschen.