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Dem Großvater mit Gedenktafel ein Denkmal gesetzt

Burkhard von Bronsart (rechts)Im Mausoleum der Familie von Donner auf dem Wankendorfer Friedhof wurde gestern im Beisein von Familienmitgliedern und geladenen Gästen feierlich eine Gedenktafel zu Ehren des Generalleutnant a.D. Bernhard Bronsart von Schellendorff enthüllt. Der hatte ab 1946 seinen Lebensabend auf Gut Bockhorn verbracht, nachdem er dort der Margarita von Donner, einer Verwandten mütterlicherseits, in wirtschaftlich schweren Zeiten beratend zur Seite gestanden hatte. Als von Bronsart 1952 starb, fand er auf dem Wankendorfer Friedhof seine letzte Ruhestätte unter einem inzwischen verwitterten Holzkreuz, bis das Grab im vergangenen Jahr eingeebnet werden sollte.

Das brachte seinen Enkel Burkhard von Bronsart (83), der heute in Bad Schwartau lebt, auf die Idee, dem Großvater mit der Tafel ein Denkmal zu setzen. Sie ist in den Boden eingelassen unterhalb des Sarkophags von Minna (Wilhelmine) von Donner und ihres Gatten Bernhard Carl von Donner, was auch die enge Familienbeziehung symbolisiert: Bernhard von Bronsarts Mutter war eine Schwester von Bernhard von Donner, der das Gut Bockhorn erwarb und 1894 mit einer Spende von 14.000 Mark maßgeblich zum 21.000 Mark teuren Bau der Kirche beigetragen hatte. Über ihren Tod hinaus bezahlte Minna von Donner sogar das Gehalt des Pastors, erinnerte Otto Griese (in Vertretung des ehemaligen Wankendorfer Bürgermeisters Peter Sönnichsen) an jene "Freundin der Armen und Kranken", die damit ihren Glauben wahrhaft gelebt habe. Wie die Familie von Donner, so sei auch von Bronsat Teil der Geschichte der Region.

Den Segen sprach Pastor James Findeisen-MacKenzie, bevor Burkhard von Bronsart die Anwesenden um Spenden bat: Im vergangenen Jahr hatte die Familie von Donner das unter Denkmalschutz stehende Mausoleum der Kirche überlassen, die nun mit der Gemeinde für den Unterhalt sorgt. Allerdings seien die Spenden für die Kirche zur freien Verfügung, betonte der Enkel des 1866 in Berlin geborenen Spross eines urpreußischen Adelsgeschlechts, der 1916 im Ersten Weltkrieg vom Kaiser mit dem höchsten Kriegsorden Pour le Mérite ausgezeichnet worden war.