Benutzeranmeldung

Lesezeichen setzen

Web-Site als Favorit 
Seite als Favorit 

Kiel 4 Kiel

Inhalt abgleichen kiel4kiel.de
Online-Magazin für Kiel http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22290 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22289 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22288 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22287 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22286 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22285 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22284 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22283 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22282 http://www.kiel4kiel.de/index.php?module=Pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=22281
Aktualisiert: vor 1 Jahr 51 Wochen

short.party vol.5 mit FLOGGING MOLLY

31. Juli 2008 - 19:57

Nach den Mad Caddies im vergangenen Jahr schickt das Short.Music.Magazine auf der short.party vol.5 in diesem Sommer einen weiteren Hochkaräter im Bereich des Folk-Punk ins Rennen: FLOGGING MOLLY sind am 20. August in der Traum GmbH zu Gast und haben neben ihrem brandneuen Album "Float" auch gleich noch mit Tequila & The Sunrise Gang einen passenden lokalen Support im Gepäck!

Flogging Molly
Flogging Molly

Was macht eine Band wahrlich außergewöhnlich? Einfühlsame Lyrics? Unvergessliche Melodien? Bombastische Liveshows? Unterm Strich ist es all das - kombiniert mit grenzenlosem Enthusiasmus, ansteckender Energie und oberster Hingabe an die Fans. Mit dieser seltenen Mischung kann eine Band über den Status "Gut" hinauswachsen, sogar den heiligen Gral der Musikindustrie, "vermarktbar" hinter sich lassen und eine erhabene Stellung erreichen.

short.party vol.5
short.party vol.5
Mit Bezug auf die Nöte und Freuden ihrer eigenen Leben und einem musikalischen Background von alter keltischer Folk-Musik bis hin zu modernem Punkrock machen die sieben Mitglieder von Flogging Molly genau das - und zwar mit einem Charme und einer Leichtigkeit, die sie zu einer der zugänglichsten zeitgenössischen Bands machen.

Das in Irland, der Heimat von Sänger Dave King, aufgenommene "Float" ist ein weiterer Schritt in der steten Entwicklung der Band. Erwachsener und dennoch mit der Direktheit, die all ihre Werke auszeichnet, mag "Float" durchaus die größte Massenwirkung von allen Flogging Molly-Alben hervorrufen. Die energiegeladenen Songs "Paddy's Lament" und "You Won't Make A Fool Out Of Me" machen (genau wie es der Hörer im Lauf der Zeit erwartet) Platz für nüchtere, nachdenkliche Tracks wie "Float". Im Gesamteffekt ergibt das symphonische Soundschichten: von rustikal-heftig bis leidvoll-melancholisch und wieder zurück. Eingeschworene Fans und Neulinge werden gleichermaßen erstaunt sein.

Tequila & The Sunrise Gang
Tequila & The Sunrise Gang
Als Support konnte niemand geringeres als die Kieler Reggae-Ska-Punk-Lieblinge von Tequila & The Sunrise Gang verpflichtet werden: Groovender Reggae verläuft bei ihnen in tanzbaren Ska und prallt gegen eine harte Wand aus Punk-Rock. Das breite Fundament aus zwei Gitarren, Bass und Drums wird durch die richtig dosierte Beimischung von Keyboard, Percussion und der dreiköpfigen Bläsersektion in einen unverwechselbaren Sound verwandelt. Die rasante Bühnenshow lässt keinen Zuschauer unbewegt und hat in diversen Vorprogrammauftritten bei den "Mad Caddies" (USA), "Babylon Circus" (FRA) oder "Panteón Rococó" (MEX) das Publikum überzeugt. Und auch in gepresster Form wissen die Tequilas zu gefallen: Der Nachfolger des grandiosen Debüts "Motion Picture Soundtrack" steht bereits in den Startlöchern!

Der Eintritt beträgt 18 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr.

­
Kategorien: Regionales

Unter Kontrolle

31. Juli 2008 - 19:57

Ein mörderischer Tag auf dem Highway. Als die FBI-Agenten Elizabeth Anderson (Julia Ormond) und Sam Hallaway (Bill Pullman) in Captain Billings Büro eintreffen, müssen sie bei ihren Ermittlungen zu einer brutalen Mordserie drei widersprüchliche Storys gegeneinander abwägen. Ein fanatischer Cop, eine zugedröhnte Kokserin und ein achtjähriges Mädchen waren Zeugen eines Massakers auf der Landstraße. Doch als die Beamten nachhaken, entdecken sie immer mehr Details, die nicht zusammenpassen wollen:

Filmplakat
Filmplakat

Offenbar haben die Zeugen ihre Falschaussagen sorgfältig einstudiert - und die Suche nach "der Wahrheit" birgt ein hohes Risiko...

Mit dem packenden Thriller "Unter Kontrolle" folgt Jennifer Lynch der Tradition von "Rashômon" des großen Regisseurs Akira Kurosawa - damit stellt die Regisseurin, die mit ihrer ganz persönlichen Handschrift oft überrascht, endlich wieder einen neuen Kinofilm vor. Mit Anleihen an den japanischen Meister gestaltet sie eine atemberaubend detailfreudige Story, die aus der Sicht dreier Zeugen erzählt wird. Doch - typisch Jennifer Lynch - nichts ist so, wie man glaubt, nicht einmal am Ende.

FilmdatenOriginaltitel: Surveillance (USA 2008)
Genre: Thriller
Regie: Jennifer Chambers Lynch
Darsteller: Julia Ormond, Bill Pullman, Kent Harper, Pell James, Ryan Simpkins
FSK: keine Jugendfreigabe
Länge: 97 Minuten
Filmstart: 31.7.2008
Offizielle Filmseite: wwws.warnerbros.de/surveillance­
Kategorien: Regionales

Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

31. Juli 2008 - 19:57

Ein Jahr nach dem unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens finden sich die Pevensie-Kinder erneut in Narnia wieder und müssen feststellen, dass inzwischen 1000 Jahre - in Narnia-Zeit gerechnet - vergangen sind und sich seit ihrem letzten Besuch viel verändert hat. Die zauberhaften Wesen wie Faune und sprechenden Tiere werden von König Miraz und seinen Telmarern, die Narnia vor Jahren überfallen haben, unterdrückt und sind fast ausgerottet.

Filmplakat
Filmplakat

Die vier Kinder, die langsam ihre Erinnerungen an ihre Zeit als Könige und Königinnen von Narnia wiedererlangen, stehen erneut vor einem unglaublichen, spektakulären Abenteuer, in dem es diesmal gilt an der Seite des rechtmäßigen Thronfolgers Prinz Kaspian (Ben Barnes) sowie einiger wundersamer Fabelwesen Narnia von der Tyrannei zu befreien.

Regisseur Andrew Adamson führt wieder Regie und konnte einen Großteil des Teams erneut verpflichten. Für die Umsetzung der fantasievollen Kreaturen von C.S. Lewis auf der Leinwand sorgen wieder Special Effects Supervisor Dean Wright sowie das Team um Oscar-Preisträger Richard Taylor.

FilmdatenOriginaltitel: The Chronicles of Narnia: Prince Caspian (Großbritannien / USA 2007)
Genre: Fantasy
Regie: Andrew Adamson
Darsteller: Ben Barnes, Liam Neeson, William Moseley, Peter Dinklage, Georgie Henley
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 144 Minuten
Filmstart: 31.7.2008
Offizielle Filmseite: www.disney.de/DisneyKinofilme/narnia­
Kategorien: Regionales

Lessons To Be Learned

31. Juli 2008 - 19:57

Was ist eigentlich mit dem Oasis-Rüpel Liam Gallagher los? Seit langer Zeit hat er keine Hassattacke auf andere Künstler abgefeuert. Jetzt sogar die Steigerung: Er hat öffentlich gestanden, dass er ein Fan von Gabriella Cilmi ist und „Sweet About Me“ der Song des Jahres sei. Dieses Lied ist die aktuelle Begleitmusik zur neuesten Rexona Deo-Werbekampagne, und dieses Lied war Nummer Eins der australischen Charts.

Gabriella Cilmi
Gabriella Cilmi

Denn die 16jährige Gabriella Cilmi stammt aus Down Under und wohnt seit kurzem in London. Entdeckt wurde sie bei einem kleinen Festival, wo sie den Stones-Hit „Jumping Jack Flash“ sang und anschließend einen Plattenvertrag bekam. D

as erste Album „Lessons To Be Learned“ ist jetzt gerade fertig, hat allerdings nichts mit klassischem Rock’n’Roll zu tun. Eher reiht sich Gabriella Cilmi in die Reihe von Amy, Adele und Duffy ein, wobei sie durchaus versucht, ihren eigenen Still herauszusuchen.

Dabei fällt als erstes ihre Stimme auf, der man auf jeden Fall eine große Menge Soul bescheinigen kann, vor allem hinsichtlich ihres jungen Alters. Da fragt man sich schon, wie kräftig und gehaltvoll ihre Stimme erst in vier Jahren klingen muss. Musikalisch liefert sie eine Mischung aus samtweichen Balladen, beschwingten RetroSoul-Nummern und leichten rockigen und poppigen Songs.

Erstaunlich ist allerdings, dass sich die Hits nicht so sehr in Schale werfen, neben dem Werbehit fällt „Save The Lies“ auf. Dieser ist SoulPop, der auch von Anastacia-Fans gemocht werden könnte. Fiebrig und beschwingt ist „Cigarettes And Lies“, und „Terrifying“ ist Country.

Die ganzen Einflüsse hat sie natürlich aus den Plattenschränken der Verwandtschaft gezogen, und trotzdem ist man positiv erstaunt darüber, dass eine 16jährige zum Schluss noch „Echo Beach“ von Martha And The Muffins covert.


Erschienen bei: Island / Universal

www.gabriellacilmi.com

Kategorien: Regionales

Metal

31. Juli 2008 - 19:57

Mit Venom ist es eine komische Sache, denn viele Metal-Fans schauen beschämt weg, wenn sie gefragt werden, ob sie Venom mögen. Viele mögen sich nicht zu dieser Band bekennen, doch warum? Diese Band hat einen mächtigen Einfluss auf die Metalmusik ausgeübt. Bereits mit ihrer zweiten Scheibe „Black Metal“ aus dem Jahr 1982 haben sie ein neues Subgenre erfunden und gelten ganz nebenbei auch als Mitbegründer von Trash-, Speed- und Power-Metal.

Venom
Venom

Also sind Venom schon gelebte Geschichte, allerdings geht diese noch immer weiter, denn kürzlich haben sie ihr zwölftes Studioalbum namens „Hell“ veröffentlicht. Auf diesem arbeiten sie sich wieder mit kräftigen Gitarrenriffs und Doppelbecken durch ihr Programm und ihre Rolle.

Dabei nehmen sie wieder den ganzen Satan-Okkultismus auf die Schippe, denn ernst genommen haben sie diesen nie. Musikalisch betreiben sie noch immer größtenteils Trash- und Powermetal, an den Geschwindigkeitsräuschen von früher betäuben sich Venom nicht mehr.

Allerdings beleiben sie ihrer Vorliebe zu großen Hymnen treu, und so sind Songs wie „The Power And The Glory“, „Straight To Hell“ oder „Kill The Music“ schnell erschlossen und treiben die Konzerte der älteren Herren gut an.

Allerdings klingt diese, wie auch die letzten Platten, nicht mehr so düster wie ihre Frühwerke, und auch an Aggressivität hat die Band ein wenig eingebüßt. Dennoch wird es die Fans dieser Band nicht stören, denn als Venom-Fan ist man Kritik und ein wenig Häme gewohnt, und deshalb werden sich diese auf „Hell“ mit Freude stürzen.  


Erschienen bei: Universal

www.venomslegions.com

Kategorien: Regionales

Seeing Sounds

31. Juli 2008 - 19:57

Jahrelang waren Pharrell Williams und Chad Hugo alias The Neptunes die ungeschlagenen Produzenten des HipHop. Alles wurde wie bei Hans im Glück zu Gold, und das Wort „Flop“ war in ihrem Wörterbuch nicht verzeichnet. Mittlerweile backt sicherlich Timbaland die größeren Brötchen, dennoch sind die beiden erfolgreich und haben eigentlich keine Ferien. Wenn sie mal Urlaub machen, dann rufen die beiden den Sänger Shae Haley, und dann gehen sie auf musikalische Reise unter dem Namen N.E.R.D.

N.E.R.D
N.E.R.D

Da können sie sich nämlich richtig gehen lassen und müssen sich nicht auf HipHop beschränken, verwendet wird, was gefällt. Klar, Rap ist einer der Hauptbestandteile, allerdings auch Funk und Soul und erstaunlich viel Rock.

Mit dieser Mixtur haben sie sich beim Erstlingswerk „In Search Of...“ gleich einen ganz neuen Fankreis erspielt, und so waren sie gerngesehene Gäste auf Rock-Festivals, und ihr Hit „Lapdance“ war ein durchschlagender Crossover-Hit.

Auch das dritte Album „Seeing Sounds“ funktioniert mit der erwähnten Rezeptur, wobei man feststellen muss, dass die verwendeten Gitarren wesentlich weniger geworden sind. Dass ist irgendwie schade, denn kaum einer hat es in diesem Jahrtausend so gut geschafft, Rocksounds mit Blackmusik so gekonnt zu verbinden.

Allerdings ist die Musik von N.E.R.D noch immer explosiv wie früher, nur nicht mehr so spannend wie zu Anfangstagen. Denn manchmal versuchen sie, in den Neunzigern zu wildern und lassen dann angestaubte Big Beats bollern. Bei „Windows“ ist der Versuch, entspannte Beats mit Gitarren zu vermengen, eher ein wenig langweilig.

Trotzdem  gehen sie in den meisten Momenten noch immer gekonnt mit den Genres um, wechseln die Beats und arbeiten mit Brüchen, und auch die Rapparts sind noch immer charakterstärker als die der Konkurrenz. Also noch immer im grünen Bereich, nur müssen sie aufpassen, dass sie beim nächsten mal nicht mit dem Pauschalflieger in den Urlaub reisen.


Erschienen bei: Island / Universal

www.n-e-r-d.de

Kategorien: Regionales

The Carter III

31. Juli 2008 - 19:57

Es gehört schon viel Überwindung dazu, über ein Album zu schreiben, von dem man zuvor nur die Single kennt. Gut, solchen Situationen steht man öfter gegenüber, aber schlimm ist es nur, wenn man eben diese Single überhaupt nicht mag. „Lollipop“ ist die aktuelle Single von Lil Wayne, und die geht einem ziemlich auf die Nerven, mit dem gepitchten und verstellten Gesang. Man fragt sich, warum ausgerechnet so ein Song die amerikanischen Charts gestürmt hat.

Lil Wayne
Lil Wayne

 Das passende Album vom Rap-Superstar Lil Wayne heißt „The Carter III“, und es gibt hier öfter solche Macharten. Dazu wird auch gerne mit Kinderchor-Gesängen gearbeitet und die Beats bouncen meistens.

Man stellt schnell fest, dass der abschließende dritte Teil der „The Carter“-Triologie nicht der große Wurf geworden ist.

Aber ganz den Bach herunter geht dieses Werk auch nicht. Denn erstaunlich gut gelingt ihm, das Tempo langsam ausrollen und dann die Songs fast schon in Balladen enden zu lassen. Gefallen findet man auch ein wenig an „Shoot Me Down“, bei dem die Arrangements auch verdächtig zurückhaltend sind und der Refrain ein wenig paranoid platziert wird.

„Dr.Carter“ gewinnt durch die Streicher-Samples an Spannung, und so gibt es doch einige Momente, die diese Platte noch retten, wobei es nicht zwingend die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Gästen wie Jay-Z, Babyface, Busta Rhymes oder Bobby Valentino ist, eher die eigenen zurückhaltenden Momente.

Was man auch feststellen muss, ist dass diese Platte sicherlich eines der kontroversest diskutierten Platten dieses Jahres sein wird. Entweder man findet sie großartig, oder eben das Gegenteil trifft zu.


Erschienen bei: Motown / Universal

www.lilwayne.de

Kategorien: Regionales

Gestatten- eine büchersüchtige Literaturschlampe

31. Juli 2008 - 19:57

Eine Wohnung ohne gefüllte Bücherregale hat keine Atmosphäre und besitzt keine Seele. Und jemand, der viele Bücher besitzt, ist nicht zwingend ein Bücherwurm - auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist. Bücherjunkies können das erkennen. Bücherjunkies sind süchtig: Ihre Regale platzen aus allen Nähten. Sie lesen Bücher parallel. Sie wollen immer mehr Lesen. Und sie wollen keine Erlösung!

Foto: Archiv

Ein Heim ohne Bücher hat keine Seele. Gleichwohl gibt es Leute, die sich rühmen, gelegentlich zu lesen. Wenn sie Zeit haben. Sie haben, erzählen sie im Ton tiefster Überzeugung, ein Regalbrett mit Kochbüchern oder anderer Sachliteratur, mit Liebesromanen, Groschen- oder gar Comic-Heften.

„Ist das nicht toll?“ fragen sie mich. Ah, ha. Ja, toll. Denke ich. Im Regal sehe ich keine Leihbücher. Ich überlege, was ich sagen soll. Und ob ich was sagen soll. Ich frage mich, ob es sich lohnt, da nachzuhaken. Erfahrungsgemäß palavert dieser Typus Mensch über Sachen und Ausreden, die ich alle schon mal gehört habe. Das ist eher ermüdend. Aber oftmals lasse ich weiterreden, denn ich bin höflich und erhoffe das Beste.

Aber ich lache auch gerne. Innerlich. So eine innere Mischung stillen ungläubigen Lachens und Kopfschüttelns. Das Leseverhalten und -bedürfnis dieser Leute gleicht allenfalls einem Nanotropfen auf dem heißesten aller Steine. Die Wirkung: eine kurze, schnelle Verpuffung, die man gerade noch wahrnehmen kann, aber nicht der Rede wert ist.

Diese Menschen sind weder alle-Genre-verschlingende-Büchermonster (wie meine weltbeste Freundin K) noch im kleinsten Ansatz Bücherwürmer. Noch nicht einmal vor der Verpuppung stehende Larven. Es ist schon interessant, welch peinlicher Blöße sich da so mancher bewusst-unbewusst mit seinem „Ja, ich lese auch!“ gibt. Pah, geschenkt – auch wenn ich mir ein Butterbrot machen kann, bin ich ja noch lange kein erfahrener Koch. Aber wozu aufregen?!

Ich liebe Bücher. Bin absolut süchtig nach Lesen. Ich habe viele Bücher. Ich will noch mehr haben. Jedes neue Buch bekommt bei mir seinen Platz: Hübsch geordnet. Nach Genre und Sachgebiet. Ein Mankell-Wallander würde niemals neben Charlotte Brontës Jane Eyre stehen, ein Kinderbuch nie neben Geoheften oder juristischer Literatur. Das ist keine Frage von Spießbürgertum oder Ordnungswahn, das ist eine ernsthafte Frage von Übersicht, Nicht-suchen-wollen und Logistik.

Meine Bücherregale sind voll: Senkrecht und waagerecht stehen die großen und kleinen Werke. Kühne Konstruktionsergänzungen schaffen neuen Platz. Für Familien mit Kindern wäre das definitiv nicht geeignet. Und ich fange bereits wieder an, in der zweiten Reihe zu stapeln. Ein Teil meiner Bücher musste sogar vorübergehend ins elterliche Heim outgesourct werden und harrt der Zusammenführung.

Ja, babys, irgendwann wird the sun wieder für euch gemeinsam scheinen, dann werde ich euch wieder vereinen. Solange müssen wir tapfer sein. Verflixt - Bibliotheken machen mich da absolut neidisch. Vor allem jene alten, die diese besondere erhabene Atmosphäre ausstrahlen, die nur die Zeit erschaffen kann.

Wo der Geist das Wissen und die Geschichte erspürt. Absolut faszinierend. Gespeichertes Wissen auf den neuen Datenträgern ist zwar zweckmäßig, aber nicht reizvoll. Ein zerstörter Datenträger rührt mich nicht wie ein zerstörtes Buch. Und das hat nun nichts mit den historischen Bücherverbrennungen zu tun.

Es ist nun nicht so, dass ich nicht genug Bücher hätte. Nicht so, dass ich meine Lieblingsbücher regelmäßig – nach Lust und Laune – lese. Nicht so, dass ich keine Leihbücher hätte. (Tatsächlich besitze ich derzeit circa 40 Stück.) Ein Stapel Bücher und Zeitschriften befindet sich gleichfalls neben meinem Bett. Aber es gibt Zeiten, da habe ich dennoch einfach nichts zum Lesen.

Die Ausbeute jahrelangen Bücherherantragens langweilt. Das haben die weltbeste K und ich schon häufiger festgestellt. Es gibt Leute, die stehen unschlüssig vor ihrem Kleiderschrank - „Schatz, ich habe nichts zum Anziehen!“. Passiert mir eher nicht. „Scheiße, ich habe nix zum Lesen!“ da schon eher. Man steht dann so vor seinen Regalen und ist am verzweifeln. Andererseits haben K, der weltbeste H und ich festgestellt, dass es Phasen gibt, wo wir dann mehrere Bücher parallel lesen – vermutlich das Resultat schädlichen TV-Zappings.

Miese Bücher lesen wir oftmals quer. Oder auszugsweise. Denn wenn man dafür Geld ausgegeben hat, will man ja wissen, wie es ausgeht. Absolut miese Werke werden unbeendet weggestellt. Die Zeit ist für so etwas zu kostbar. Macht uns das alles zu Literaturschlampen?! haben H und ich uns letztens gefragt. Some of them want to use you, some of them want to be abused?! Pah, lieber abhängige Literaturschlampen als keinen Genuss. Wir brauchen keine Erlösung! So schaut das aus!

(Britta Mißbach)

Kategorien: Regionales

¡Ya !

31. Juli 2008 - 19:57

Hannover sagt man gerne nach, eine der unansehnlichsten Städte dieses Landes zu sein. Wenn dem so ist, wundert man sich, dass ausgerechnet aus der Niedersachsen-Metropole einer der derzeit führenden Sommerhit-Lieferanten kommt und dass die vier Herren von Marquess bis dato alle ihre Titel auf spanisch eingesungen haben. Naja, das ist die Sprache des Sommers, ist Spanien doch nun einmal das beliebteste Reiseziel der Deutschen.

Marquess
Marquess

Das wissen Marquess und fabrizieren seitdem solche Musikexemplare in Massenanfertigung. Leichtes Gitarrenspiel, sonnige Rhythmen, die mit südländischem Flair ausgestattet sind, Melodien, die Urlaubsfeeling versprühen.

Klar, das sind jetzt keine ausgefeilten, filigranen Filetstücke der Popkultur, sondern es erinnert eher an süßliches Deodorant, Sorte "Pauschal-Strandreise". Solche Musik bietet immer gute Angriffsfläche für Häme und Bösartigkeit. Aber man muss sie als einfache Unterhaltungsmusik bewerten, und diesen Zweck erfüllt sie.

Da ist man ihnen nicht böse, dass sie ihrer Linie treu bleiben, allerdings wagen sie auf "¡Ya!" eine Veränderung: Mit "All Gone" haben sie ihren ersten englischsprachigen Song aufgenommen, und dieser wird dann noch von Airplay-Hit-Sängerin Lene Marlin gesungen. Dass Ergebnis klingt dann nicht sonderlich nach Strandfeeling, sondern eher wie einfacher Pop.

Zur Kenntnis muss man auch nehmen, dass "Con Las Estrellas" ein wenig an Adriano Celentanos "Azurro" erinnert, was aber nicht schlimm ist.

Schmerzhafter hingegen sind die Texte, da hat man manchmal den Verdacht, dass sie ihre Texte auf Deutsch aufgeschrieben und diese dann einfach bei Google von Deutsch nach Spanisch übersetzen lassen haben. Da kommen dann solche komische Aussagen heraus wie "Ich platziere die Sonnencreme auf meinem Gesicht.", so eine Übersetzung einer Zeile aus der Single "La Vida Es Limonada".

Auch wenn es sonnige und unbeschwerte Sommerhits sein sollen, ein wenig sollte man schon auf die Texte achten. Trotzdem wird es kaum eine Strandparty in den Urlaubsregionen ohne diese Marquess Platte geben.


Erschienen bei: Warner

www.marquess-music.com

Kategorien: Regionales

"Liebesbrand" in der Kunsthalle zu Kiel

31. Juli 2008 - 19:57

Im Rahmen der Ausstellung "True Romance" in der Kunsthalle zu Kiel las der türkischstämmige Kieler Autor Feridun Zaimoglu aus seinem Roman "Liebesbrand" in den Räumen der Kunsthalle - vor ausverkauftem Haus und einem mehr als zufriedenen Publikum.

Zaimoglu liest in der Kunsthalle
Zaimoglu liest in der Kunsthalle

Die Kunsthalle zu Kiel lockt derzeit ihre Besucher mit einer Ausstellung zum Thema Liebe in ihre Hallen: "True Romance. Allegorien der Liebe von der Renaissance bis heute". Die Ausstellung zeigt etwa 160 Exponate von 80 Künstlern, ausgehend von der Renaissance über Barock und Moderne, Inszenierungen der Liebe in der Pop-, Aktions- und Konzeptkunst bis in die Gegenwart.

Vor diesem Hintergrund las der Wahlkieler Feridun Zaimoglu am Abend des 23. Juli in den Räumen der Kunsthalle zu Kiel aus seinem jüngsten Roman "Liebesbrand": David, der bei einem Unfall mit einem Reisebus in der Türkei gerade noch mit dem Leben davon kommt, ist fasziniert von seiner ihm unbekannten Ersthelferin. Angetrieben von dem immer stärker werden Brand in seinem Herzen, sucht er nach der Unbekannten und findet sie schließlich - verheiratet und Mutter zweier Kinder. Trotzdem kann David nicht von ihr lassen. Der Liebesbrand in Davids Herzen bringt ihn dazu, seiner Angebeteten in verschiedene Städte zu folgen, in denen er weiter nach Erfüllung und Erlösung sucht.

Bevor Feridun Zaimoglu jedoch beginnt aus seinem Roman zu lesen, erklärt er, dass sich im Zusammenhang mit "Liebesbrand" immer wieder merkwürdige Dinge zugetragen haben. Die Textstellen für eine Lesung müssen genauestens ausgewählt werden, damit ein bestimmtes Bild des Buches und der darin vorkommenden Personen vermittelt wird. Kurios erscheint Zaimoglu deshalb, dass sein Lektor die gleichen Textstellen für eine Lesung vorschlug, wie Zaimoglu selbst sie ausgewählt hatte. Außerdem kam ihm bei Abgabe des Manuskripts sofort die Idee für ein neues Buch, was ihm ebenfalls bemerkenswert erscheint. Zaimoglu versucht dies etwas genauer zu erklären, man merkt ihm jedoch an, dass er noch nichts über sein neues Buch verraten möchte. Er lächelt deshalb und erklärt, dass er bei der Lesung zu seinem kommenden Buch erklären wird, was er eigentlich meint. Eines jedenfalls ist sicher: "Der Wind dieses Buches trägt mich irgendwie weiter."

Nach diesen Worten stellt Zaimoglu seinem Publikum die von ihm ausgewählten Textstellen aus "Liebesbrand" vor und versinkt dabei in seinem eigenen Roman. Es klingt als würde David selbst aus dem Buch zum Pubklim sprechen und Zaimoglu nur als Medium für diesen dienen. Zaimoglus Gestikulieren, das Spielen mit der Stimme, die kunstvoll eingesetzten Pausen verstärken diesen Eindruck. Etwa eine Stunde blickt das Publikum gebannt auf Zaimoglu. Der letzte Absatz seiner Textauswahl wird von diesem so emotional gelesen, dass es einen Moment dauert, bis das Publikum bemerkt, dass es sich um die Schlusspassage der Lesung handelt - dann allerdings will der Applaus für den Künstler kaum enden.

Nach der Lesung ist Feridun Zaimoglu vor der Kunsthalle anzutreffen. Dort signiert er bereitwillig Bücher und ist mit einigen seiner Zuhörer in ein Gespräch verwickelt. Trotz seines stetig wachsenden Erfolgs, hat er die Nähe zu seinen Lesern nicht verloren - im Gegenteil: er schöpft daraus.

 

Zaimoglu signiert
Zaimoglu signiert "Liebesbrand"
Kategorien: Regionales

My Manifest

31. Juli 2008 - 13:37

Seit über einem Jahrzehnt bedient er nun schon die Plattenteller dieser Welt, und dennoch ist Marc O´Tool erst letztes Jahr den großen Massen bekannt geworden, zumindest wenn diese auf elektronische Musik mit Vorliebe für Techno stehen: Er durfte letztes Jahr einen ganzen Floor für die Loveparade ausrichten. Das kann man schon als kleinen Ritterschlag ansehen, vielleicht hat ihn das auch beflügelt, sein zweites Album fertig zu stellen.

Marc O´Tool
Marc O´Tool

Auf diesem Nachfolger von „Thao“ aus dem Jahr 2004 präsentiert er nahezu einzig noch unbekannte Stücke. Solche Veröffentlichungspolitik ist eher unüblich in der Clublandschaft, denn zumeist werden einfach die letzten 12inches plus einige Füllsongs gepackt, und fertig ist das Album.

Das ist bei „My Manifest“ nicht der Fall, lediglich die Doppelsingle „The Sinner In Me / The Sinner In You“ ist schon bekannt, der Rest nur frisch Gepresstes. Gleich zu Anfang weiß dann Marc O´Tool zu überraschen, denn „1000 Miles From Home“ hat einige House-Strukturen, aber dieser Track stört nicht zwischen typischen Trademark-Titeln wie The Grail“ in die er auch kleine Harmonie einarbeitet.

„Radio Kingdom“ ist mit kleinen Synthiesounds und Sprachfetzen zu einem der markantesten Stücke ausgearbeitet. Bei „Tomorrow Was Yesterday“ probiert er Trancesounds aus, was ja eigentlich nicht sein Steckenpferd ist.

Insgesamt wirkt dieses zweite Werk von Marc O´Tool sehr flüssig und auch treibend, was sicherlich daran liegt, dass „My Manifest“ in einem Nonstop-Mix aufgenommen wurde und so keine Unterbrechung diese CD stoppt.  


Erschienen bei: Mauritius / Intergroove

www.marcotool.de

Kategorien: Regionales

Das war Kiels very own Open Air

31. Juli 2008 - 7:17

Schall und Rauch, The Horror The Horror, Rantanplan und Smoke Blow, das war das Line Up für das Deichperle Festival am Falkensteiner Strand. Die Location hätte nicht besser gewählt sein können, direkt am Strand mit tollem Blick auf das Wasser und den Leuchtturm, feierte die Kieler Partymeute ihr erstes ganz eigenes Festival.

Foto: Archiv

Hinter dem Deich holte man sein Bändchen ab, man ging durch die Kontrolle und dann erwartete einen ein toller Blick auf das Gelände. Auf dem Deich die Deichperle mit Bier- und Grillstand, unten am Strand die Bühne, im Vergleich zu anderen Festival Bühnen schon fast niedlich klein, aber vollkommen okay für diesen Anlass. Denn es handelt sich ja um ein lokales Kieler Festival, eindeutig von Kielern für Kieler gemacht. Auch die Bands waren alle lokaler Natur, Schall und Rauch aus Kiel, Rantanplan aus Hamburg (teils Eckernförde), Smoke Blow aus Kiel und The Horror The Horror, naja, zumindest sehr nordisch, aus Schweden. Aber einen internationalen Act braucht jedes ordentliche Festival.

Laut online Auftritt der Deichperle sollte um 17 Uhr Einlass zum Festival sein, um 18 Uhr Beginn. Das war leider eine Fehlinformation, und so war das Festivalgelände noch ziemlich leer, als es dann doch schon um 17 Uhr losging. Die Planung wurde anscheinend um eine Stunde nach vorne verschoben, aber das war wohl an den meisten Festivalbesuchern vorbeigegangen. Sehr schade, denn hätte man das vorher mitbekommen, wären garantiert einige rechtzeitiger gekommen, um nicht nur die letzten 10 Minuten des Auftritts von Schall und Rauch gerade noch mitzubekommen.

Denn Schall und Rauch lieferten an sich einen guten Auftritt, aber selbst die beste Band ist nichts ohne ein Publikum. Und so wirkte die Bühne mit der extrem kleinen Zuschauermenge noch etwas verloren am Falkensteiner Strand. Die meisten jetzt schon angekommenen Besucher tummelten sich lieber oben an den Biertständen oder genehmigten sich eine Wurst am Grill. Aber gegen 19 wurde es dann langsam voller; The Horror The Horror hatten schon ein etwas größeres Publikum, vor dem sie ihre Songs performen durften. Die netten Schweden fanden Anklang bei den Kieler Zuschauern, wenn auch noch etwas zurückhaltenden. Sogar zu zwei Zugaben ließen sich die fünf Jungs in Röhrenhosen hinreißen. Sowieso schienen sie die Location sehr zu mögen und Spaß zu haben, obwohl ihnen wirklich nur ein Publikum von geschätzten 50 Leuten zujubelte.

Kurze Zeit später folgten Rantanplan, eine lokal bekannte Ska-Punk-Rock Combo aus Hamburg, die auch schon ein paar mehr Fans anlocken konnte. Der Auftritt ging über eine Stunde und die Ska Fans des Abends feierten sich und die Band ordentlich ab. Der weiche Sandboden erwies sich als wunderbarer Untergrund zum Pogen für die angetrunkene Meute.

Um 22 Uhr traten dann die Headliner des Festivals auf die Bühne. Smoke Blow sind ohne Übertreibung als DIE Kieler Band zu bezeichnen, die einzige Band, die über die Stadtgrenzen hinaus, sogar bundesweit Bekanntheit erlangt hat. Der Großteil der Festivalbesucher war wohl nur für Smoke Blow gekommen, auf jeden Fall war der 90 Minuten Auftritt der Band das Highlight des Abends. Die sechs Kieler Männer machen immer gute Stimmung mit ihrem Shout-Hard-Rock Mucke. Jeder Auftritt in Kiel ist logischerweise ein Heimspiel und so fühlt es sich auch an. Frontmann Jack Letten sagte: „Was ist schon Rock am Ring, Roskilde oder Wacken, wenn man das Deichperle Festival haben kann!“ Klar, das eine Kieler Band auf einem Kieler Festival am besten aufgehoben ist. Die beiden Shouter schrien sich die Seele aus dem Lieb, die Gitarristen schrammelten sich die Finger wund und das Publikum pogte und tanzte was das Zeug hält. So fand das Deichperle Festival einen fulminanten Abschluss.

Wer noch immer nicht ausgelastet war, konnte sich noch die Nacht über auf dem Hörsturz Floor austoben. Alle anderen traten bald den Heimweg an vom schönen Falkensteiner Strand wieder zurück nach Kiel.

Kategorien: Regionales

To Get There

31. Juli 2008 - 7:17

Auf dem Cover ist ein Strand zu sehen, und auch beim Opener „ Further Than Far“ hört man einen Sound, der klingt, als würde er aus einen Transistorradio heraus tönen. Scheint Sommermusik zu sein, und das ist es auch. Die beiden Brüder Peter und Philipp Quest sind zusammen mit Nils Krenz Filipps Firma, und die sorgen auf ihrer Platte „To Get There“ für sommerliche Ohrwürmer.

Filipps Firma
Filipps Firma

Dabei ist das Erstaunliche, dass sie keine großen Geschütze an Instrumenten auffahren lassen, und bis auf den paar Tupfer Keyboard kommt hier auch alles ohne Strom aus, allerdings nicht ohne große Harmonien und Melodien.

Im Gegenteil, dieses Trio aus Ostwestfalen fordert diese richtig heraus. Dass dabei die Gefühle nicht zu kurz kommen, leuchtet ein, manchmal legen sie richtig Pathos und eine große Kelle Emotionen in die Songs. Da verwundert es auch nicht, dass sie ihren Stil als AkustikEmo bezeichnen.

Tatsächlich würde beispielsweise der Titelsong mit Strom von schwarz gekleideten und geschminkten Kids gerne gehört. Doch da hier alles nur akustisch gemacht wurde, sind die meisten Songs dann doch eher ein wenig zahmer.

So erinnert das verträumte „The Longest Line“ durchaus ein wenig an Fury In The Slaughterhouse. In anderen Momenten kann man auch R.E.M. erahnen, und wenn wir noch weiter kramen, kann man sogar America als Referenz an den langen Haaren herbeiziehen.

Mit dieser Mischung und ihren eingängigen Songs müssten zwei Dinge passieren. Zum einen müssten sie häufig im Radio gespielt werden und zum anderen müsste „To Get There“ die Konsensplatte für jung und alt sein.


Erschienen bei: 9a Music / H' art

www.filippsfirma.de

Kategorien: Regionales

Best Of...

30. Juli 2008 - 21:47

Eigentlich lief in der Geschichte der Band Allez Allez alles wie am Schnürchen. Diese Band gründete sich in den späten Siebziger Jahren und sorgte dafür, dass Belgien damals kurze Zeit auf der Landkarte der zeitgenössischen Musik auftauchte. Ihr erstes Minialbum verkaufte gleich so viele Einheiten, dass es eine Platin-Auszeichnung gab. Starfotograph Anton Corbjin schoss Pressefotos, John Peel erhob „African Queen“ zu einem seiner Lieblingstracks, und Heaven 17-Frontman Martin Ware produzierte ihre erste Platte.

Allez Allez
Allez Allez

Das Unheil nahm vermutlich seinen Lauf, als die Sängerin Sarah Osbourne mit Martin Ware durchbrannte und somit der markante Gesang fehlte und auch der Produzent nicht mehr gewünscht war. Somit hatten Allez Allez zwar ihre berühmten 15 Minuten, doch die sind vergänglich.

Damit Allez Allez nicht völlig in Vergessenheit geraten, hat das Eskimo Label jetzt eine „Best Of..“ CD herausgebracht. Gerade noch rechtzeitig und genau zur richtigen Zeit, denn ihr Sound klingt aktueller denn je.

Schon damals waren ihre Songs mit White Funk angetrieben, und sie befeuerten ihre Rhythmus mit Afrobeats, was ja momentan wieder absolut hip ist.

Daher klingen Songs mit fiebrigen Perussions wie „Wrap Your Legs“ oder die kleine Hymne mit dem kühlen aber fordernden Gesang von Sarah Osbourne namens „Allez Allez“ fast so, als hätte man sie gerade beim DFA Label veröffentlicht.

Deswegen wäre es auch nicht nötig gewesen, dass man von einigen Titeln auch neue Remixe hat anfertigen lassen. Von den Neu-Bearbeitungen ist jede gelungen, und die Namen wie Quiet Village und Lindstrǿm & Prins Thomas bürgen für Qualität.

Doch wie gesagt, die Songs von Allez Allez klingen noch immer frisch, tanzbar und entsprechen dem derzeitigen Trend.


Erschienen bei: Eskimo Records / Neuton

www.myspace.com/bestofallezallez

Kategorien: Regionales

Kelleraufbrecher auf frischer Tat festgenommen

30. Juli 2008 - 18:37

In der Nacht zum Freitag hat die Polizei im Stadtteil Mettenhof zwei Kelleraufbrecher auf frischer Tat überrascht und festgenommen. Zu der Tat ließen sich die 24 und 29 Jahre alten Kieler nicht ein. Sie werden sich wegen des besonders schweren Diebstahls verantworten müssen.

Foto: Archiv

Gegen 2.30 Uhr alarmierten Bewohner des Russeer Weges die Polizei, weil sie aus dem Kellergeschoss ihres Mehrfamilienhauses verdächtige Geräusche gehört hatten. Als zwei Funkstreifen des 3. Polizeireviers Kiel den Einsatzort erreichten, führten die Zeugen die Beamten in das Untergeschoss, aus dem noch immer Laute zu vernehmen waren. Die Polizisten näherten sich der Geräuschquelle und plötzlich flüchteten zwei Personen in Richtung des Hintereingangs. Den Einsatzkräften gelang es allerdings noch im Gebäude, die Männer zu stoppen und festzunehmen.

Bei der Besichtigung des Kellertraktes entdeckten die Streifen Einbruchwerkzeuge und diverses Diebesgut, das die Beschuldigten sich offensichtlich schon zum Abtransport bereitgelegt hatten. Es stammte aus einer Vielzahl von Kellerverschlägen, die sie gewaltsam geöffnet hatten. Zu der Tat ließen sich die 24 und 29 Jahre alten Kieler nicht ein. Sie werden sich wegen des besonders schweren Diebstahls verantworten müssen.

Kategorien: Regionales

Kieler Uni ist in Peking gut vertreten

29. Juli 2008 - 20:27

Fünf Studierende der CAU gehen als Olympioniken nach Peking: Stephanie Pohl und Okka Rau (Beach-Volleyball), Eric Koreng und David Klemperer (Beach-Volleyball) sowie Hannes Peckolt (Segeln). In Kiel werden derzeit insgesamt 20 Spitzensportlerinnen und -sportler unterstützt.

Foto: Archiv

"Olympia ist das Größte, was man als Sportler erreichen kann – neben der intensiven Vorbereitung darauf widmen sich diese Athleten aber auch noch dem Studium und damit ihrer Berufsausbildung", so Dr. Oliver Herrmann, Kanzler der CAU. "Als 'Partnerhochschule des Spitzensports' unterstützen wir das natürlich."

Stephanie Pohl studiert Jura, Okka Rau Englisch und Sport auf Lehramt. Die beiden sind seit 2001 ein Team und haben bereits 2004 an den Olympischen Spielen in Athen teilgenommen, wo sie den 5. Platz belegten. David Klemperer studiert Betriebwirtschaftslehre, sein Partner Eric Koreng Sport. Hannes Peckolt ist Medizinstudent. Er segelt in der 49er-Klasse als Vorschoter mit seinem Bruder Jan als Partner. In diesem Jahr belegten die beiden den 6. Platz bei der Weltmeisterschaft.

Um den studierenden Kaderathletinnen und -athleten die Kombination von Studium und Spitzensport zu erleichtern, startete der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) 1998 mit verschiedenen Partnern das Projekt "Partnerhochschule des Spitzensports", damit sie an der Hochschule ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich absolvieren können. In Kiel werden derzeit insgesamt 20 Spitzensportlerinnen und -sportler unterstützt.

Kategorien: Regionales

Sleepyhead

29. Juli 2008 - 17:17

Die Debütplatte von dem Österreicher Florian Horwath, „We Are All Gold“ aus dem Jahr 2006, ging in den Fluten der Veröffentlichungen verschütt. Das ist sehr schade, hat Florian doch eine der feinfühligsten Variationen von IndiePop erschaffen. Sanfte Arrangements, die aber einen saftigen und massiven Kern hatten, das waren die Stärken von dieser Platte. Jetzt ist mit „Sleepyhead“ die zweite Platte erschienen, und diesmal wäre es noch fataler, wenn diese Platte untergehen würde.

Florian Horwath
Florian Horwath

Denn hier ist ein Mann am Werke, der mit viel Liebe zum Detail und Mut zum opulenten Sound zu Werke geht. Kaum ein Moment, wo man nicht gespannt verfolgt, was der Mann jetzt vorhat.

Der Song „Dad You Have Faith In Me, And Yes, I Love You“ startet mit einem dicht gewebten Netz an Schlagwerk, aus dem nur seine Stimme durchdringt, und versinkt in einem ruhigen Fluss ohne Percussions. Anschließend in diesem Song setzen immer mehr Stimmen ein, die sich zu einem Chor formieren und dabei immer leicht leiern. „Yeah Yeah Yeah Yeah“ ist weit entfernt von einem Partysong (was man bei dem Titel vermuten würde), man findet Pizzicato-Streicher, Pferdehufe klappern, kindliche Keyboard-Geräusche fiepsen, und der Gesang läuft behutsam und leicht nebenher.

„Trailerpark“ kommt langsam angelatscht, man hört Maultrommeln und vermutet, das würde eine kleine Ennio Morricone-Ode, und dann taucht aus heiterem Himmel eine kleine Armee Bollywood-Streicher auf.

„The Great Destroyer“ umgibt sich gleich mit großem Orchestersound, wobei Florian Horwath hier eine kleine traurige Mitgefühl-Nummer erschaffen hat, bei den er gerne mit Hall arbeitet und ihm dabei Großtaten gelingen, dass selbst Mercury Rev hier richtig neidisch sein dürften.

Aber auch Spandau Ballett werden hier entzückt sein, wie schön es dem Wiener gelingt, ein Saxophon in einer Ballade namens „Baby You Got Me Wrong“ einzubauen. Dieser Song ist seine Single, die er mit Cardigans-Sängerin Nina Persson aufgenommen hat, bei der beide mit gedrücktem Gemüt singen und dabei das bei weitem bessere „True“ gelingt.

Richtig krachen und alle Instrumente aufeinander laufen lässt er bei „Underneath The Wind“, das richtig lärmt und Florian seine Stimme verzerren lässt.

Man merkt, es ist eine richtig überraschende Platte geworden, die man sicherlich als eine der heimlichen Favoritenplatten hochjubeln darf. Der Rufus Wainwright aus den Alpen.


Erschienen bei: Roof Music / Indigo

www.florianhorwath.com

Kategorien: Regionales

Diebstahl eines Postfahrrades

29. Juli 2008 - 14:07

Die Kieler Polizei sucht Zeugen, die am Mittwochnachmittag beobachtet haben, wie eine männliche Person im Stadtteil Düsternbrook einer Postzustellerin das Fahrrad entwendet hat und damit davon fuhr.

Foto: Archiv

Gegen 14.40 Uhr stellte die Frau während ihrer Ausliefertour ihr Dienstfahrrad in der Esmarchstraße vor der Hausnummer 51 ab und begab sich in das Haus. Als sie dieses kurze Zeit später wieder verließ, stellte sie fest, dass ihr Gefährt verschwunden war. Allerdings entdeckte sie es in der Ferne an der Ecke zur Wilhelmshavener Straße, auf dem Rad saß ein junger Mann.

Die sofortige Verfolgung des Diebes verlief erfolglos, in der Wilhelmshavener Straße verlor die 38-Jährige den Täter aus den Augen. Im Verlauf des Tages fand sich das Zweirad in der Wrangelstraße wieder an, es fehlten allerdings einige Postsendungen.

Laut Angaben der Postmitarbeiterin hat es sich bei dem Dieb um einen schlanken 16-17-Jährigen gehandelt. Auf dem Kopf trug der junge Mann ein mehrfarbiges Baseball-Cap. Wer Hinweise zu dem Gesuchten geben kann, sollte sich auf dem 1. Polizeirevier unter Tel. 0431 / 160-1110 oder Polizeiruf 110 melden.

Kategorien: Regionales

X Marks Destination

28. Juli 2008 - 19:07

The Whip stammen aus Manchester, und das sagt schon viel über die Musik aus, gilt diese Stadt doch als eine der Brutstätten des Rave. Schon in frühen Jahren haben dort einige Musiker versucht, Rock und Indiemusik mit der elektrischen Clubkultur vertraut zu machen. Auch The Whip werkeln an der gleichen Schreinerbank herum, und wo gehobelt wird, fallen bekanntermaßen Späne.

The Whip
The Whip

Viele Momente kommen einem manchmal bekannt vor, und selbst die Behauptung, musikalisch „halb Mensch und halb Maschine“ zu sein, kommt einem irgendwie bekannt vor.

Dazu dann noch Songs wie „Frustration“, der am Anfang klingt wie New Order um 87 und dann im Verlauf dann doch an die Vorgängerband  mit dem Song „Atmoshere“ erinnert, nur mit wesentlich fröhlicheren Nuancen.

Ansonsten setzt die drei Mann und eine Frau starke Band auch quietschend bunte Synthies ein. So ist „Blackout“ getrieben von diesem Sound. Ein wenig ist man schon manchmal peinlich berührt, dass einen Songs wie „Sirens“ zum Bewegen bringen, denn der klingt z.B. ein wenig nach Freiluft-Rave der Neunziger, wo man gerne Breakbeats untermischte.

Allerdings ist diese Scham nie von langer Haltbarkeit, denn die Begeisterung per Tanzdrang überwiegt, wenn der Opener „Trash“ breitbeinig beide Seiten, Rock und Elektro, zusammen vermengt und einen dabei sechs Minuten schwitzen und zucken lässt.

Die Musik von The Whip ist natürlich nicht neu und auch nicht innovativ, das soll sie allerdings auch nicht sein. Es soll für den Moment funktionieren und einen maßlos auf die Tanzfläche drängen, und genau das funktioniert auf „X Marks Destination“ sogar auf Albumlänge vorzüglich.


Erschienen bei: PIAS / Rough Trade

www.thewhip.net

Kategorien: Regionales

Superhero Movie

28. Juli 2008 - 9:37

Rick Riker (Drake Bell) ist ein Loser, wie er im Buche steht. Er ist ein Schwächling, saumäßig schüchtern und sieht maximal mittelprächtig aus. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er bei einem Laborbesuch von einer genmanipulierten Libelle gestochen wird. Jetzt ist er Dragonfly - ein totaler Superheld mit übernatürlichen Kräften. Sein leicht seniler Onkel Albert (Leslie Nielsen) und Kumpel Trey (Kevin Hart) sind begeistert, und auch bei der hübschen Jill Johnson (Sara Paxton) kann Rick plötzlich punkten.

Filmplakat
Filmplakat

Dumm nur, dass er seine Superhero-Nummer noch nicht so richtig drauf hat. Beim Retten der Menschheit schießt Dragonfly zuweilen völlig talentfrei über das Ziel hinaus, und das mit dem Fliegen ist auch noch stark verbesserungswürdig...

Die Macher von Kultfilmen wie "Die nackte Kanone" oder der kassenträchtigen "Scary Movie"-Reihe haben wieder zugeschlagen. Diesmal hat sich das Team um Produzent David Zucker und Regisseur Craig Mazin die Welt der Superhelden vorgenommen. Ob "Batman" oder "Superman", "Fantastic Four" oder "X-Men" - niemand kommt in "Superhero Movie" ungeschoren davon. Besonders dick erwischt es allerdings "Spider-Man", der sowohl in der Rolle des Spinnenmannes als auch als schüchterner Bürger Peter Parker sein Fett wegbekommt.

FilmdatenOriginaltitel: Superhero Movie (USA 2008)
Genre: Komödie
Regie: Craig Mazin
Darsteller: Drake Bell, Sara Paxton, Leslie Nielsen, Kevin Hart, Christopher McDonald, Pamela Anderson, Marion Ross, Brent Spiner, Ryan Hansen, Tracy Morgan, Regina Hall, Keith David, Robert Joy
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 85 Minuten
Filmstart: 24.7.2008
Offizielle Filmseite: www.superheromovie.senator.de­
Kategorien: Regionales